Auf der Suche nach Strukturen.
Ich bin Markus A. Dahlem. Diese Seite ist mein privates Archiv: Blogbeiträge, die ich früher an verschiedenen Orten veröffentlicht habe, hier zusammengetragen — ergänzt um Neues, kurz zu mir selbst:
Anfang der 1990er Jahre kam ich zur Migräneforschung — studiert hatte ich zuvor Physik. Die Physik der Migräne war mein erstes Terra incognita: mit Mathematik nachvollziehen, was im Migränegehirn geschieht, und das in klinisch nutzbares Wissen übersetzen.
Anfang der 2000er wollte ich daraus mehr machen als Forschung. Auf einem programmierbaren Nokia-Handy entwickelte ich einen Prototypen und stellte ihn der AOK vor: eine Lösung, die Migräne mit Aura von Vorboten eines Schlaganfalls unterscheiden und Betroffenen unnötige Besuche in der Notaufnahme ersparen sollte. Bis heute ist diese Idee nicht wirklich eingelöst. Der Wunsch, digitale Technologien für die Versorgung nutzbar zu machen, blieb jedoch. 2015 gründete ich ein Unternehmen — zunächst mit einem greifbareren Ansatz: digitaler Verhaltenstherapie für Migräne. Das scheiterte zwar nach weiteren acht Jahren. Doch unsere Migräne-App M-sense wurde über 300.000-mal heruntergeladen und gehörte zu den ersten Apps auf Rezept (DiGA) in Deutschland.
Über das US-amerikanische Startup Click Therapeutics kamen Schizophrenie und Depression als neue Anwendungsgebiete digitaler Medizin hinzu, heute ADHS und weiterhin Depression bei MEDICE. Das Hinterland meines Terra incognita heißt nun: pharmakologische und digitale Therapie zusammendenken.
Man könnte darin eine Kette von Zufällen sehen. So sehe ich es nicht:
Serendipität ist, wenn der Zufall das Leben prägt.
Altamirage ist, wenn das Leben den Zufall prägt.